Patchwork an der Wand

by Marianne Kohler Nizamuddin, 28. Januar 2019

Leere Wände wirken immer ein wenig so, als ob man gerade erst einzogen wäre – also nicht besonders wohnlich oder gar persönlich. Eine schöne Idee ist eine Patchworkwand mit Bildern und anderen Dingen. Sie füllt, sorgt für Farbe und optischen Reiz. Das Beste an solchen Wänden ist, dass man so ziemlich alles aufhängen kann, was einem gefällt:  Fotos, Drucke, echte Kunst, Teller, Krimskrams vom Flohmarkt oder  Selbstgemachtes.  Denn hier ist die Komposition wichtiger als das einzelne Bild. Diese 10 Ideen zeigen, wie toll das aussehen kann.

1 Flohmarktsammlung

Zwischen Kitsch und Liebe ist ein kleiner Sprung. Wenn man alles, was man liebt zusammen in einer Gruppe an die Wand bringt, dann bekommen auch seltsame Fundstücke einen neuen Wert. Bild über Bored Art.

2 Poster Chic

Poster und Plakate wirken edel und stark, wenn sie sich in den richtigen Rahmen zeigen. Diese schmalen, schwarzen Modelle sind perfekt. Sie unterstützen die Strenge der Grafik und sind dennoch zurückhaltend. Jedes Plakat bekommt den in der Grösse passenden Rahmen. Dann werden alle in ähnlichen harmonischen Abständen voneinander in einer Gruppe über dem Sofa aufgehängt. Bild über Analog Dialog.

3  Monochrom ist nicht monoton

Vieles, aber alles vom Gleichen sieht stark aus. Diese Idee ist hier zu sehen. Die Wand ist übervoll mit Bildern und alle sind ähnlich unfarbig. Gerahmt sind sie konsequenterweise nur in Schwarz und Weiss. Ergänzend zeigt sich auch das Sofa mit den Kissen, hinter dem sich die Bilderwand befindet, in einer passenden Monochromie. Bild über Zsazsa Bellagio.

4 Mittendurch

Eine Bilderwand muss nicht die ganze Wand füllen. Diese wunderschöne Idee zeigt Bilder, die in einer Reihe mitten durch die Wand tanzen. Zu ihnen gesellen sich auch Teller und andere hübsche Dinge. Bild über About Vero.

5 Schwarzmalerei

Der grosse Boom der Wandtafelfarbe ist zwar vorüber. Es gibt aber trotzdem Dekorationsideen mit Wandtafelfarbe, die ganz einfach perfekt sind. Diese hier gehört dazu: An der mit schwarzer Wandtafelfarbe gestrichenen Wand hängen Bilder mit vorwiegend schwarzen Rahmen. Dazwischen sind  lose und leere Bilderrahmen montiert. In die entsprechenden Flächen können dann Botschaften oder Weisheiten reingekritzelt werden. Bild über House of Fifty.

6 Um die Ecke

Hier haben sich alte und neue Bilderrahmen, Kunst, Fotos und Spiegel zu einer attraktiven Gruppe gefunden. Sie haben zwar verschiedene Formen und Grössen, aber eine starke Verwandtschaft der einzelnen Objekte ist zu erkennen. Die Bilder ziehen sich in einer auslaufenden Form über eine Ecke. Der Mittelpunkt wird optisch hervorgehoben mit der Platzierung eines Möbels eines grösseren Spiegels. Bild über Gray Livin.

7 Pinterest an der Wand

Designer und Kreative machen gerne Moodboards, die sie zu neuen Projekten und Ideen inspirieren. Im echten Leben, in Arbeitszimmern und Ateliers, kann das auch gut aussehen. Spielen Sie zu Hause ein wenig Designer, und machen Sie aus einer Wand ein persönliches Moodboard. Am besten kleben Sie Bilder, Fotos und Fotokopien mit einer abnehmbaren Klebemasse an die Wand. Oder Sie benützen ein grosses Brett, das Sie an die Wand anlehnen können. So können Sie auch mit Reissnägeln oder Nadeln die Bilder befestigen. Bild über Boots and Pine.

8 Stellen statt hängen

Wer sich schnell langweilt und deshalb immer wieder neue Bilder um sich haben möchte, entscheidet sich am besten für eine Lösung, bei der Bilder nicht mit Nägeln und Schrauben an die Wand montiert werden. Tiefe Möbel und Bilderleisten sind da perfekt. Hier ist gleich beides eingesetzt, und das sieht sehr gut aus. Mit dieser Art von Bilderwand wird Ihr Wohnzimmer zu einer kleinen Galerie mit ständig neuen Ausstellungen. Bild über Rough luxe perspektive.

9 Kleine Rahmen grosse Wirkung

Kleine Bilderrähmchen zum Aufstellen kann man auch aufhängen. In diesem Wohnzimmer ist gleich eine ganze Wand damit gefüllt. Die Rahmen zeigen Familienfotos auf eine sehr stilvolle Art. Sie wirken auf diese Art wie edle Schmuckstücke. Bild über Apartment Therapy.

10 Alles im Rahmen

Aus dem Rahmen fällt diese Idee, gefunden auf Decor8: Ein grosser, antiker Rahmen, in dem sich wahrscheinlich einmal ein Spiegel befunden hatte, ist mit einer hübschen Tapete ausgekleidet worden. So ist daraus etwas wie ein grosses Moodboard für Bilder und Fotos geworden.

 

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Marianne Kohler Nizamuddin


Marianne Kohler Nizamuddin ist Stylistin und Journalistin. Sie begann ihre Karriere als Textildesignerin und arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift «Annabelle» leitete. Heute arbeitet sie in den Bereichen Styling, Creative Direction und Consulting. Zudem ist sie die Autorin von Sweet Home, dem meist gelesenen Interior-Blog der Schweiz, der fünfmal in der Woche auf Tagesanzeiger/Newsnet erscheint. Marianne Kohler Nizamuddin lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich.