So stehen die Möbel falsch

by Marianne Kohler Nizamuddin, 10. März 2019

Damit das Zuhause so richtig gemütlich und persönlich wird, braucht es Liebe, hübsche Sachen, Styling, das von Herzen kommt, und Freude am Einrichten. Beginnen aber tut alles mit der Platzierung der Möbel. Diese werden meist falsch platziert. Wenn Sie diese 6 häufigen Fehler vermeiden, dann wird Ihre Einrichtung von Anfang an wohnlicher und schöner.

Fehler 1: Sofas ohne Gegenüber

Das Sofa wird schnell zum wichtigen Einzelstück in der Wohnung. Man stellt es in eine gemütliche Ecke oder richtet es auf den Fernseher – und lässt es oft allein stehen. Ein Sofa braucht aber Gesellschaft von anderen Möbeln, vor allem aber braucht es ein Gegenüber. Man möchte ja schliesslich auch mal mit Freunden und Familie zusammensitzen, schwatzen, sich austauschen. Das gelingt nur, wenn da auch noch Sessel, Poufs oder gemütliche Stühle sind. Diese werden so platziert, dass sie dem Sofa gegenüberstehen, sodass man sich anschauen kann. Das gilt übrigens auch für Eckgruppen, denn auch diese wirken ungesellig, wenn sie allein dastehen. Bild über The Nordroom.

Fehler 2: Couchtische ausser Reichweite

Wenn man an den Komfort denkt, dann platziert man alles automatisch besser. Ein Sitzmöbel braucht etwa eine Abstellfläche. Und zwar eine, die mühelos erreichbar ist. Wenn man auf dem Sofa sitzt, will man nicht jedes Mal bis zur Kante rutschen und dann noch weit hinauslehnen müssen, um die Tasse oder das Buch auf dem Couchtisch zu erreichen. Platzieren Sie Beistelltische so, dass sie bequem erreichbar sind, dabei aber nicht die Beinfreiheit einschränken. Wenn das schwierig wird, dann entscheiden Sie sich besser für Couchtische, die neben und nicht vor dem Sofa stehen. Bild über The Every Girl.

Fehler 3: Im Zickzack durch die Wohnung

Wenn man eine Wohnung betritt oder durch einen Raum geht und dazu einen Zickzackkurs einschlagen muss, dann stehen ganz einfach Möbel im Weg. Schaffen Sie Platz, machen Sie aber auch Lust, um die nächste Ecke und in weitere Räume zu gehen. Auf diesem Beispiel, entdeckt über Apartment 34, wird man durch die einladende Platzierung des rosa Sessels neugierig gemacht. Denken Sie dabei an die weissen Steinchen, die Hänsel und Gretel durch den Wald nach Hause führen. Das gelingt in der Wohnung nicht nur mit dem geschickten Platzieren von Möbeln, sondern auch mit der Lichtführung oder mit Bildern an der Wand.

Fehler 4: Fehlendes Willkommensgefühl

Wenn Sie in eine Wohnung kommen und erst mal einen Fernseher oder die Rückseite eines Sofas sehen, dann fühlen Sie sich nicht willkommen. Platzieren Sie die Möbel so, dass sie Sie empfangen. Ein Sofa, bei dem man die Sitzfläche sieht, hat die Wirkung offener Arme. Bild über Alvhem.

Fehler 5: Alles vollgestellt

Grundsätzlich ist nichts gegen üppige Einrichtungsstile einzuwenden. Gerade kleinen Räumen tut eine gemütliche Einrichtung mit vielen Dingen gut. Wichtig dabei ist aber, wie die einzelnen Möbel zueinander stehen. Der Komfort ist wie immer der Leitfaden. Wenn Sie einfach Möbel zueinander stellen, weil Sie sie halt haben und sie Ihrer Meinung nach irgendwohin müssen, wirkt ein Raum schnell wie eine Abstellkammer. Ebenfalls von Bedeutung ist die Zugänglichkeit der einzelnen Stücke. Wenn Sie das Sofa wegschieben müssen, um ein Regal zu erreichen, wenn der Sessel schräg steht, weil er bloss mit einem Fuss auf den Teppich passt oder wenn jedes Mal etwas vom Beistelltisch fliegt, wenn Sie einen Lichtschalter bedienen – dann ist es Zeit für eine sinnvolle Reduktion oder eine bessere Platzierung. Bild über Découvrir l’endroit du décor.

Fehler 6: ungenutzte Fensterplätze

Fenster bringen Licht, Luft und Aussicht in die Wohnung. Sie sind aber nicht unantastbar. Nutzen Sie die Fensterplätze für Arbeitstische, Esstische oder einen Lesesessel. Es gibt auch Möbel, die man durchaus vor grossen Fensterfronten platzieren kann. Bänke zum Beispiel, Regale ohne Rückwände, Kommoden, Sideboards und natürlich Sitzmöbel. Bild über Pretty Simple.

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Marianne Kohler Nizamuddin


Marianne Kohler Nizamuddin ist Stylistin und Journalistin. Sie begann ihre Karriere als Textildesignerin und arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift «Annabelle» leitete. Heute arbeitet sie in den Bereichen Styling, Creative Direction und Consulting. Zudem ist sie die Autorin von Sweet Home, dem meist gelesenen Interior-Blog der Schweiz, der fünfmal in der Woche auf Tagesanzeiger/Newsnet erscheint. Marianne Kohler Nizamuddin lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich.