Juhu Januar!

by Marianne Kohler Nizamuddin, 7. Januar 2019

Der Januar ist kein beliebter Monat. Für viele ist er eine Art Kater nach den Feiertagen mit wiederbeginnendem Berufsalltag, Flaute auf dem Bankkonto und Wetter, das vor allem in der Stadt mehr Grau als Zuckerschnee und Sonnenschein bringt. Wenn man den Blickwinkel ein bisschen ändert bringen haben aber diese typischen Charakterzüge des Januars auch ihren Charme. Nutzen Sie den Januar um nach tollen Stücken im Ausverkauf zu suchen, dem Zuhause einen Frischekick zu verpassen und die melancholische Schönheit der Natur zu geniessen. Hier bekommen Sie einige Anregungen und Tipps dafür.

Cooler Cord

Es gibt immer mehr Modetrends, die überleben. Vieles, das eine Saison lang supertrendy war, die nächste Saison zu einem modernen Klassiker. Genau nach solchen Stücken lohnt es sich im Ausverkauf Ausschau zu halten. Dazu gehört der Cord. Cordhosen, Corblazer, Cordshirts oder Cordjupes sind perfekte Basisstücke, die man vielfältig und edel kombinieren kann. Bild über Pinterest.

Mäntel wie in den Seventies

Halten Sie auch Ausschau nach langen, grossen Mänteln.  Auch sie bleiben aktuell. Stylen Sie sie wie in den Sventies mit gestreiften Rippenstrick-Rollkragenpullis, Tweedhose, Hosenanzügen, am schönsten in warmen Naturfarben. Entdecken Sie noch mehr Inspirationen aus den Seventies. Bild über Pinterest, Mäntel in diesem Stil gibt es bei Oak+Fort.

Ein Blick zurück

Wenn es darum geht klassische Kleidungsstücke cool zu stylen, dann lohnen sich kleine  Rückblicke in die Seventies. Hier trägt Ali McGraw Cordhose, Rollkragenpulli und  Maximantel mit sehr viel Stil. Bild über: Need Supply.

Hinaus in die Januarwelt

Klar gibt es diese fantastischen Wintertage, bei denen der Schnee kristallartig in der Sonne glitzert und die Stadtwälder wie Winterkurorte aussehen. Aber es lohnt sich auch bei trübem Wetter und bei grauem Himmel hinaus zu gehen. Spaziergänge im Wald, im Park oder am Seeufer können erholsam und inspirierend sein. Es hat wenige Menschen, die unterwegs sind und die Natur ist immer wunderschön. Bild über Birdcage Walk.

Teddy ist der schönste Pelz

An den kalten, feuchten Wintertagen ist es wichtig warm und kuschlig angezogen zu sein. Ein grosser Trend, der sich diesen Winter so richtig durchgesetzt hat ist der Falschpelz, allen voran solche mit Teddyanmutung. Sie sind zum Teil aus Wolle und vielfach aus Mischfasern. Die Kunstfasern wärmen sehr gut und sind erst noch superleicht. Da es so viele Jacken und Mäntel aus Kunstpelz in allen Kollektionen hatte, bleiben bestimmt noch viele davon für die Ausverkaufssortimente. Und mal ehrlich, man hat gerade jetzt Lust auf neue Winterkleider und nicht wirklich im August, wenn die ersten Winterkollektionen in die Läden kommen. Teddys und andere Kunstpelze werden auch noch nächsten Winter aktuell sein. Bild über Shining Trends.

Lust auf Stricken

Gegessen und gefeiert haben wir genug über die Festtage, auch haben wir uns um Freunde und die Familie gekümmert. So sind die langen Januarabende perfekt um sie ruhig, gemütlich und mit viel Zeit für uns selbst zuhause zu verbringen. Da ist ein einfaches, schnell realisierbares Strickprojekt genau richtig. Stricken Sie einen solch grossen, breiten, dicken Schal im Rippenmuster. Sie können auch mehrere Garne zusammen verstricken. Entdecke Sie noch mehr Ideen, die Lust auf Stricken machen. Bild über Woman Delice.

Materialismus in der Wohnung

Materialien und Texturen tun auch der Wohnung gut. Hier können Sie auf eine ähnliche Art wie mit den Kleidern schichten und kombinieren. Mal braucht die Einrichtung ein bisschen mehr, dann wieder weniger. Spielen Sie mit Kissen, Decken, Teppichen aber auch mit schönen Wohnaccessoires, Kerzen und Dingen aus den Natur. Das können frische oder getrocknete Blumen sein, Steine, Holz, Keramik, Korb – einfach alles, das man gerne anfasst,  spürt und das schon aussieht. Bild über The Urbnite.

Pretty Things

Schöne Dinge machen glücklich. Kreieren Sie kleine Stilleben, wählen Sie hübsche Versionen von Alltagsgegenständen und gönnen Sie sich die schöne Vase, die Sie schon lange wollten – der Januar ist die richtige Zeit für solch kleine Freuden.  Bild über Focus Damnit.

Haselnuss-Apfel Muffins

Für diese Muffins braucht es keine ausserordentlichen Zutaten. Das Meiste hat man üblicherweise zuhause. So kann man einen grauen Nachmittag oder Abend mit selbstgebackenen Muffins versüssen. Geniessen Sie sie warm mit etwas Creme Fraiche. Bild über Moon and Trees.

Zutaten für 12 Muffins:
75 g geriebene Haselnüsse
75 g kleine Haferflocken
200 g  Mehl
100 g grob gehackte Haselnüsse
2 KL Backpulver
125 g Rohzucker
2 KL Vanillezucker
1 Prise Zimt
1 Prise Muskatnuss
100 g dunkle Schokolade in Splitter geschlagen
1 Prise Salz
2 Äpfel, geschält
130 g weiche Butter
2 Eier
2 dl Buttermilch
die abgeriebene Schale von 1 Orange

Zubereitung:
Den Backofen auf 220 Grad vorheizen, Papierförmchen in die Muffinblechmulden legen. Mehl, Backpulver und Salz mischen, sieben. Haselnüsse, Haferflocken, Schokoladensplitter, Zimt und Muskatnuss untermischen. Eine Handvoll grosse gehackte Haselnüsse zur Seite stellen. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Vanillezucker verrühren. Eier dazugeben und gut vermengen, danach die Mehlmischung beigeben und gut verrühren, bis der Teig weich ist. Buttermilch darunterrühren und nochmals gut vermischen. Die geschälten Äpfel raffeln und untermischen. Die Orangenschale einrühren und den Teig mit einem Löffel in die Muffinformen verteilen. Grob gehackte Haselnüsse und ein wenig Rohzucker über die Muffins streuen. 5 Minuten backen, danach die Hitze auf 180 Grad senken und 30–35 Minuten backen. Die Muffins sind fertig, wenn sie bei leichter Berührung zurück in Form gehen. Die Muffins mit Orangenzuckerguss und kandierten Orangenschalen garnieren.

Weisses Wunder

Und wer weiss, vielleicht kommt er ja bald wieder, der Schnee, das weisse Wunder, das die Welt verzaubert und für eine Weile zur Ruhe bringt. Bild über A Whimsical Romance.

Marianne Kohler Nizamuddin


Marianne Kohler Nizamuddin ist Stylistin und Journalistin. Sie begann ihre Karriere als Textildesignerin und arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift «Annabelle» leitete. Heute arbeitet sie in den Bereichen Styling, Creative Direction und Consulting. Zudem ist sie die Autorin von Sweet Home, dem meist gelesenen Interior-Blog der Schweiz, der fünfmal in der Woche auf Tagesanzeiger/Newsnet erscheint. Marianne Kohler Nizamuddin lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich.