Wohnen im Land der Karten

by Marianne Kohler Nizamuddin, 9. Januar 2018

Landkarten haben eine besondere Faszination, sie bringen die Welt auf Papier, beschreiben ferne Länder, Kontinente, Inseln, Meere und Landschaften. Die Grafik der Karten ist meist wunderschön, so eignen sich diese Weltbilder gut um Farbe und ein wenig Weitsicht in die eigenen vier Wände zu bringen. Hier sind 17 Ideen und Impressionen, was man alles mit Landkarten machen kann.

1 — Von der weiten Welt träumen

Eine zauberhafte, grosse alte Karte wurde hier benutzt, um eine Wand im Schlafzimmer zu tapezieren. Das ist eine poetische und schnelle Art, dem Schlafzimmer mehr Farbe Stil zu verleihen. Tipp: Wer diese Idee nicht für die Ewigkeit umsetzen möchte, kann sich die Karte auf eine Pavatex-Platte aufziehen lassen und diese an die Wand montieren. Das eignet sich vor allem für Mietwohnungen besser und hat einen ähnlichen Effekt. Bei wandgrossen Karten können Sie auch mehrere Elemente aneinander montieren. Bild über: First Home.

2 — Die Eleganz der Improvisation

Sind Sie von einer Reise zurückgekehrt und haben den Schrank voller Landkarten? Oder waren Sie nie auf dieser grossen Weltreise, von der Sie schon seit der Kindheit träumen? Entfalten Sie alle schönen Karten und kleben Sie sie an eine Wand, so wird alltägliches Wohnen ein wenig zur grossen Reise im Kopf. Besonders schön ist hier die Kombination mit dem Kronleuchter, so wirkt diese improvisierte Stylingidee elegant und grosszügig. Tipp: Benutzen Sie für solche Montagen doppelseitiges, klarsichtiges Klebeband, das kriegen Sie später besser wieder weg. Auch Bluetack, oder andere Klebemassen eignen sich dafür. Bild über: unknown.

3 — Weltreise auf dem Sofa

Wie farbige oder tapezierte Wände bringt auch eine, mit einer Weltkarte versehene Wand einfache Möbelstücke wertvoller zur Geltung. Bild über: Sweet Space.

4 — Eine Welt für sich

Montieren Sie alle Ihre Lieblingskarten, Ihre Wunschreiseziele, Traumstädte oder einfach die schönsten Karten, die Sie angesammelt haben wie Poster an die Wand. Entweder lassen Sie sie auf Pavatex aufziehen, pinnen Sie mit Reissnägel an die Wand oder kleben Sie sie gar mit Kleister an. Rund um das Bett bekommt dieses Teenager-Zimmer etwas Poetisches, Verträumtes und viel Persönlichkeit.Bild über: My Ideal Home.

5 — Es geht auch streng

Wer Talent zum Selbermachen hat, kann sich eine eigene Weltkarte auf Leinwand malen. Sehr schön und dekorativ an dieser Idee ist die Aufteilung in verschiedene, kleine Elemente und die Umsetzung mit zwei Farben. Tipp: Pausen Sie eine Weltkarte in der gewünschten Grösse ab und übertragen Sie sie auf eine oder mehrere Leinwände. Diese bekommen Sie in Künstlerbedarfgeschäften oder guten Papeterien mit Künstlerbedarfabteilungen. Bild über: My Cupotea.

6 — Zurück in die Schule

Alte und neue Schularten zum Aufrollen geben wunderschöne und schnell montierte Wanddekorationen ab. Hängen Sie sich Ihr Lieblingsland, Ihren Lieblingskanton oder Ihre Lieblinsgemeinde an die Wand und lernen Sie so die Welt besser kennen. Bild über: Mycupotea.

7 — Ein kleines Stilleben

Weltbummeln mit Stylingideen geht auch im Kleinen. Eine Kommode, ein Sideboard oder ein Beistellmöbel öffnet sich zur Welt mit einer Schulkarte, einem Globus und Reiserinnerungen. Bild über: Sweet Home Style.

8 — Mehr Weitsicht im Teenagerzimmer

Weltkarten machen sich besonders gut in Kinder- und Teenagerzimmern. Sie fördern die Vorstellungskraft, sorgen für einwenig Weitsicht und sind dekorativ. Poster von Popstars sehen darauf ein wenig diskreter aus. Bild über: Remodelista.

9 — Ein Koffer wird bildschön

Überziehen Sie einen alten Koffer mit einer Weltkarte und er wird zur bildschönen und dekorativen Box, in der Sie Dinge aufbewahren können. Bild über: Oh Hello You Pretty Things.

10 — Arbeitsplatz mit Aussichten

Wenn Sie Ihren Arbeitstisch zu Hause nicht ans Fenster stellen können, geben Sie ihm mit einer Landkarte eine schöne Aussicht. Das Blau und Grün dieser Karte wirkt frisch und passt gut zu weissen Möbeln. Bild über: Sweet Home Style.

11 —Neue Perspektiven in der Küche

Auch eine Küche braucht Persönlichkeit. Wer viel Zeit in einer Küche verbringt, will auch Freude am «Arbeitsplatz» haben und ihn als wohnlichen Raum spüren. Deshalb kann eine Küche mit einigen, persönlichen Gegenständen aufgewertet werden, zum Beispiel mit einem Globus. Und wenn der noch leuchtet, haben Sie gleich eine kleine Lampe. Bild über:  Thiny White Daysies.

12 — Damit das World Wide Web auch klar bleibt

Schulaufgaben können auch an einem schönen Ort gemacht werden. Tapezieren Sie das Teenagerzimmer mit einer Landkarte, montieren Sie Regale an die Wand und platzieren Sie das Pult davor. So wird das Auge auch auf die Muster und Farben der Tapete gelenkt und klebt nicht nur am Bildschirm. Bild über: Sweet Home Style.

13 — Sammeln Sie Welten

Weltkugeln, vom Spitzer bis zum Globus, können eine wunderschöne, dekorative Sammlung abgeben. Zum Beispiel auf einem Bücheregal. Bild über: Found Rentals.

14— Kleine Reisen planen

Die Reisen im Kopf, die geplanten, gewünschten und schon hundertmal gemachten, sind oft die schönsten. Also planen Sie an einem trüben, traurigen oder langweiligen Tag, mögliche und unmögliche Reisen. (Bild über: Tiny White Daysies)

15 — Schenken Sie die Welt

Ein schöner Atlas oder ein guter Reiseführer geben immer ein sinnvolles Geschenk ab, zum Geburtstag, zur Hochzeit oder einfach so. Verpacken Sie Geschenke in Kartenpapier, dafür können Sie auch Landkarten fotokopieren. Bild über: Style me pretty.

16 — Ein Upgrade für den Papierkorb

Sie sind oft nicht wirklich ein Hingucker, die Papierkörbe, geben Sie einem aus Blech oder Karton ein schickes Make-over indem Sie ihn mit einer Weltkarte anziehen. Auf die richtige Grösse ausschneiden und mit Kleister oder Sprayleim aufmontieren. Bild über: Crush cul de sac.

17 — Tragen Sie Sorge zur Welt

Die wohl schönste Filmszene über den Umgang mit der Welt zeigt Charlie Chaplin im «Diktator». Sie erinnert uns auf eine charmante aber starke Weise daran, dass wir Sorge geben müssen im Umgang mit unserer kleinen und grossen Welt. Bild über: Charlie Chaplin.com.

Bildercredits:
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Marianne Kohler Nizamuddin


Marianne Kohler Nizamuddin ist Stylistin und Journalistin. Sie begann ihre Karriere als Textildesignerin und arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift «Annabelle» leitete. Heute arbeitet sie in den Bereichen Styling, Creative Direction und Consulting. Zudem ist sie die Autorin von Sweet Home, dem meist gelesenen Interior-Blog der Schweiz, der fünfmal in der Woche auf Tagesanzeiger/Newsnet erscheint. Marianne Kohler Nizamuddin lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich.